Meine Familie

Ich war zweieinhalb Jahre alt, als meine Eltern mich adoptierten. Nach einem ewigen hin- und her mit der italienischen Bürokratie, die unordentlicher nicht sein könnte, durften sie mich endlich in den Arm nehmen. Sie flogen dafür eine Woche nach Bombay/ Mumbai in mein Waisenhaus, da ich dort lebte. Sie sind übriges von Norditalien. Als sie das Erste Mal das Waisenhaus besuchten, mussten sie in einen Raum gehen, der so ähnlich war, wie der Warteraum. Das gesamte Heim war übrigens von diesem Schwimmbadblau, das Blau Fließen. Eine Ordensschwester brachte mich in den Raum und die Reaktion meiner Eltern war folgende: Mama, weinen- Vater, etwas zurückgehen um mir nicht anzugehen, denn er hatte angst, dass ich scheinbar aus Zucker war ^^ Ich wollte sie nämlich sofort berühren. Später zeigte er mir aber dann doch den indischen Reiseführer. Das Büchlein ist altrosa und einfach hässlich, aber es steht immer noch in unserem Schrank.

Ich war ein Kind welche, aus welchen Gründen auch immer, immer durch die Gegend spazieren musste. Es war ein richtiger Drang, der sich bis heute zu einer Sportphobie 😉  (rück?)entwickelt hat. Plötzlich durften sie mit mir zehn Minuten alleine vor dem Heim herum spazieren. Warum wissen wir nicht, wird schon eine Laune der Heimleitung gewesen sein. Während ich also gemütlich mit ihnen alleine durch die Gegend marschierte und wirklich alles Erdenkliche hochhob, waren sie hinter mir in purer Panik, dass etwas passieren könnte ^^ (Die Straße war leer, nur so nebenbei).

Später mussten sie mich aber gleich wieder zurück bringen 🙂

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