Briefe von Opa

Vor einiger Zeit, habe ich mit meiner Mutter ein paar Briefe von Opa gefunden. Sie handeln vom Zweiten Weltkrieg. Die Briefe waren total vergilbt, Tränen meiner Oma, verwischten die Tinte. Opas Schrift gehört eindeutig zu den schönsten Handschriften, die ich je gesehen habe. Seine Briefe sind fast zu schön um sie auseinander zu falten. Sie steckten in Briefumschlägen, auf denen groß „Feldpost“ stand. Das machte alles so realistischer, dass es mir einen Stich versetzte. 

Option, Front, Kameraden, Liebe. Opa schrieb meiner Oma ellenlange und wirklich berührende Briefe und ich frage mich, wie sehr die Männer an der Front und die Frauen zuhause unter einer derartigen Trennung leiden mussten.

Krieg. Weltkrieg. Welt. Umsonst. Die Briefe zeigen auf schmerzhafter Art, die Sinnlosigkeit der Kriege, die eigentlichen VerliererInnen und die zahlreichen Entbehrungen, die unsere Großeltern machen mussten.

Hoffen wir, dass sich das nie, nie, nie wieder wiederholt.

Pixabay

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4 Gedanken zu “Briefe von Opa

  1. Ja, Briefe sind einzigartige Zeitzeugnisse. Ich würde mir beispielsweise seit Monaten einmal gerne Scans von Briefen aus dem Gefängnis aus der kommunistischen Tschechoslowakei oder der DDR anschauen, als Inspiration für die Geschichte, die ich am Schreiben bin…

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