Grenzzaun am Brenner~ Einen Schritt vor, fünf zurück

Beitragsbild: http://img.welt.de/img/news1/crop147112547/5269403436-ci16x9-w780/Seehofer-weist-Soeders-Grenzzaun-Vorschlag-zurueck.jpg

Nun ist es beschlossene Sache. Der Grenzzaun am Brenner wird gebaut. In Sillian und am Reschen werden von der österreichischen Polizei auch Kontrollen durchgeführt werden. Der geschmückte Name: Grenzmanagement. 

Südtirol wurde der Beschluss mitgeteilt. Im Übrigen hat laut Laschet, Österreich nach dem Beschluss sich erstmals Gedanken gemacht, ob und wie das überhaupt funktioniert.

Wird der Grenzzaun gebaut, dann, so erhoffen es sich die ÖsterreicherInnen, kommen weniger bis gar keine Flüchtlinge ins Land. Dass, das Problem damit nicht für Europa oder gar den Flüchtenden behoben ist, ist dabei vollkommen egal, denn was hinter dem Zaun sich abspielt, ist nicht mehr wichtig.

Seitens der EU werden Italien und Griechenland vorgeworfen, ihre Außengrenzen nicht genug zu schützen. Sollten sie das aber in der Form tun, wie von verschiedenen Ministern verlangt, dann müsste man die Rettungsbote kentern, die Menschen ertrinken oder anderweitig sterben lassen. Denn ja: auch ein „Zurückbringen“ ist ein Todesurteil für diese Leute. Die Leute kommen aus Diktaturen, die Teils von der EU finanziert werden (Eritrea), von den reinsten Kriegsländern, die mit EU Waffen geführt werden, auch wenn sie diese der EU nicht immer direkt abkaufen (Syrien und Afghanistan) und von ausgebeuteten Ländern, wie Somalia.

Anstatt einen Grenzzaun zu bauen und weiter die Ärmsten der Armen auspressen und sich aufregen wenn das Konsequenzen trägt, sollte man in der EU vielleicht ernsthaft über eine mögliche Zusammenarbeit ALLER Länder denken. Und das heißt, dass nicht nur Deutschland, Italien, Griechenland und Schweden mit dieser Thematik umgehen müssen.

 

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