Brüssel: was schief läuft

Ich habe gerade mit meinen Eltern die Nachrichten im Fernsehen fassungslos abgeklappert und im ARD hat ein Terrorismusexperte gesprochen. Was er gesagt hat, hat mich entsetzt.

Peter Neumann, Terrorismusexperte, erklärt im ARD was am Sicherheitssystem in Brüssel schief läuft. 

Aufgrund des Schengenabkommens, dass den EU Bürgern und Bürgerinnen erlaubt sich frei in der EU zu bewegen, aber der nicht- Kooperierung der Polizei zwischen den Staaten, ist die Sicherheit in Europa nicht so stark wie sie sein könnte. Es gibt, laut Neumann, keine einzige Datenbank, die europaweit von der Polizei genutzt werden kann. Laut dem Experten, wollen alle Informationen haben aber nicht geben, alle wollen kooperieren aber niemand tut es.

An der Grenze Deutschland- Belgien, sind Polizisten stationiert, die im 30 Sekundentakt einschätzen „können“, ob jemand wie ein Terrorist „aussieht“ oder nicht. Diese Person wird heraus gewunken und das Auto durchsucht, auch spontane Festnahmen hat es gegeben- ob irgendwelche Beweise vorliegen ist höchst fraglich. Kurz: Racial profiling. Eines der Dinge, die die Polizei hervorragend beherrscht, denn eine Datenbank für eine europaweite Zusammenarbeit fällt ihnen offenbar nicht ein. Es besteht noch nicht einmal eine Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten in den fundamentalsten Dingen und da frage ich mich schon warum von denen, die für den IT Bereich zuständig sind, niemand diese „Idee“ hatte. Anstatt Millionen jährlich für Waffen und Munition auszugeben, könnten die Staaten, einen Teil von diesem Geld für ein internationales Netzwerk nützen, denn eine EU braucht auch eine EU weite Datei. Ich dachte immer, dass es die schon gäbe.

Solche schlimme Ereignisse, wie heute in Brüssel, hätten eher verhindert werden können, wenn Zusammenarbeit statt Egotrip unter den Polizeistationen, den Militärs und den Geheimdiensten stattfinden würde und es macht mich sehr traurig, dass das nicht der Fall ist. Die EU gibt es schon so lange und doch arbeiten, die einzelnen Länder nicht zusammen- was man angesichts der Flüchtlingsthematik immer wieder sehr stark merkt. Würde sie da zusammenarbeiten, wäre eine menschliche und sachliche Lösung greifbar.

Ich empfinde mein tiefstes Beileid für die Angehörigen der Opfer und wünsche den Verletzten gute Genesung und hoffe, dass das sich nicht wiederholt, denn es sind Menschen (und Tiere), die da sterben und es ist eine Welt auf der wir leben.

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