„Do not feed the troll(s)“ oder wie es eine einzelne, erwachsene Frau anlegt Tumulte zu machen

In unserem Nachbarsdorf gab es neulich eine Bürgerversammlung, weil 50 Flüchtlinge in einem Gebäude im Dorf untergebracht werden sollen und die Menschen, durch die Versammlung genauere Details erfahren sollten.

Langsam, langsam verstehe ich nun wirklich wie sich in den 30ern der Hass gegenüber Juden entwickeln konnte, denn ich konnte das auch nun gegenüber Muslime erleben. Das Endfazit um es vorweg zunehmen war: „Wenn schon Flüchtlinge, dann Christen und nicht Muslime!“

Im Saal saß ich ganz hinten neben dem Eingang und einer blonden Frau, die sich schon bereit machte dagegen zu schreien bzw. zu deuten, weil sie Hals weh oder so was hatte. Die Frau vor ihr, ist der Grund dafür, dass gewisse Stereotypen niemals aussterben werden. Groß, sehr gut gebaut, laut und extrem nervig. Diese Frau fiel mir sofort auf. Ich wusste, dass die noch Ihres abliefern würde. Tat sie dann auch.fence-978138_960_720

Schon während die Offiziellen redeten, redete und lachte sie extra laut und spöttelte ziemlich laut vor sich her. Die Leute um ihr, drehten sich verärgert um und sie benahm sich noch schlechter.

Der Abend ging dann, wie schon erwähnt, mit der Bitte aus, die 50 Flüchtlinge, die in das Dorf untergebracht werden sollten, sollten zumindest Christen und keine Muslime sein. Als ich das hörte, dachte ich mir, dass es so bei den Juden angefangen haben muss. Ich verstehe, die Angst vor Terrorismus, aber nicht alle Muslime sind Terroristen und nicht alle Terroristen sind Muslime. Was ist mit NSU und RAF? N’Drangheta? Nur mal so nebenbei bemerkt, sind diese „Organisationen“ zum Großteil christlich geprägt und man könnte hier noch unzählige nennen. Eine sehr interessante Frau, war auch die, die behauptete für mehr Lebensqualität in dieses Dorf gezogen zu sein und sich fragte, ob sie etwa wieder umziehen müsste. Diese Frage, grenzte schon fast an Lächerlichkeit, wurde aber fröhlich beklatscht und als einer der Männer politisch ausfallend wurde in seiner „Rede“ bzw. in seinem Geschrei, gab es allgemeines Gelächter und wieder klatschen.

Wir sind nun so weit gekommen, das Beleidigungen vor Publikum, scheinbar salonfähig geworden sind.

Langsam verstehe ich wirklich, wie sich das alles entwickelte und ich dachte mir nur, >nur nichts sagen, sonst verdrehen die es.< Wie heißt es so schön? „Do not feed the troll!“

Bild: Pixabay

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5 Gedanken zu “„Do not feed the troll(s)“ oder wie es eine einzelne, erwachsene Frau anlegt Tumulte zu machen

    1. Das sehe ich genau so, liebe schnipseltippse!

      Diese Frau und ihre Freundinnen (die waren auch dabei), kamen nur um Chaos zu stiften. Als bei einem Mann heftige Beleidigungen, flogen, klatschte sie und lachte. Einfach peinlich, gruslig und scheiße…
      Sorry, wenn ich das so sage, aber diese Frau, war einfach gewaltig…
      LG

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      1. Ich glaube, ich weiß genau, was du meinst. Wahrscheinlich hat jede Gemeinde so ein unerträgliches „Schlappmaul“ (wir das bei uns so schön heißt 😏)
        Hast du gut gemacht, nicht darauf einzugehen, das hätte eh nix gebracht außer, dass es dich noch mehr aufgewühlt hätte.

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