Der Sieg der Ukraine beim ESC 2016

Gebannt haben meine Familie und ich den ESC (Eurovision Song Contest) betrachtet und schon lauthals die Gewinner verkündet, die aus unserer Sicht das Rennen gemacht haben. Bei mir waren es eindeutigSchweden, Australien und Polen. Meine Familie hat das ähnlich gesehen, nur waren sie der Meinung, dass Österreich auch gut abschneiden würde und Italien überhaupt. Italien muss doch einmal gewinnen oder? Die Moderation auf dem ARD war so schnippisch und bissig, dass sie schon eine Unterhaltung für sich war, wenn sie nicht gerade ausgefallen ist und wir haben gewartet und gewartet.

Und dann ist es die Ukraine geworden.

Meine Eltern haben es vermutet.

Die Ukraine wird gewinnen. Solch ein Lied kann man nicht totschweigen

Nun, ich habe selbst die Ukraine sehr gut gefunden und Russland heuer sehr schlecht und würde immer Ukraine für heuer den Sieg eher gönnen als Russland, aber ich habe doch sehr stark das Gefühl gehabt, dass der heurige ESC stark politisch motiviert war. Natürlich war er stark politisch motiviert, denn auch wenn so ein riesen Festival ohne Politik über die Bühne laufen soll- das geht nicht. Das geht daher nicht, weil Menschen Politik sind. Wir, was wir denken und wie wir fühlen, was wir reden und was wir hören ist Politik und von daher ist es kein Wunder, dass wir auch hier Politik bemerkt haben und angewendet haben.

Dieses Jahr haben China und Russland auch zugeschaut und es ist nur eine Frage der Zeit bis sie, wie Australien auch beim ESC mitmachen werden. Ich wäre ja für einen WSC World Singing Contest, wenn die Begeisterung schon so groß dafür ist, anstatt nur für einen erweiterten ESC.

Denn Musik verbindet und sie erzählt Dinge, die man nicht mit Reden erzählen kann.

Ukraines Sieg, ist meines Erachtens ein politischer Sieg, der Russland vielleicht ganz gut getan hat- nur, das Problem haben ja die Politiker untereinander und nicht die Völker wie man gesehen hat.

Beitragsbild: Ian Prince, CC0

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