Serienmörder und ihre Fans

Die Manson- Family, Ted Bundy und Jack Unterweger, haben alle zwei traurige Gemeinsamkeiten. Sie sind Serienmörder. Und begehrt.

Die Manson- Family ging als außer Rand und Band gekommene, Hippie-möchtegern- Familie in die Geschichte ein, die Polanskies hochschwangere Frau ermordeten und in seinem Haus ein richtiges Blutbad anrichteten. Inzwischen gibt es eine Art, Mansonbibel, die in Gefängnissen verbreitet wird.

Ted Bundy hat über vierzig Frauen ermordet, die Dunkelziffer wird deutlich höher liegen. Es werden um die, über hundert Frauen vermutet. Frauen und Medien setzen sich für seine Freilassung ein. Im Gericht verteidigt er sich selbst- Jurastudent.

Und Jack Unterweger hat zahlreiche Prostituierte erdrosselt- mit ihren eigenen BH’s.Nachdem er den ersten Mord absitzt, wird er wie Kaiser Franz Joseph behandelt. Er wird bei unzähligen Festen eingeladen, im Fernsehen und ist ein gern gesehener Gast der geschlossenen Gesellschaft. Des weiteren darf er beim Sandmännchen arbeiten und lebt ein Leben wie im Rausch in der Wiener Elite.

Also warum sind diese Männer, denn der Kopf der Mansons Family war auch ein Mann, so beliebt?

Das ist eine Frage, die ich mir öfters stelle. Auf Youtube gibt es viele Dokumentationen über Serienmörder und wenn man sieht welche Behandlung sie bekommen, dann fragt man sich als Außenstehende schon, was hier los ist.

Zum einem habe ich bemerkt, dass diese Männer durch ihre Dominanz und ihrer charismatischen Art, Menschen in den Bann ziehen. Ted Bundy und Jack Unterweger sind sich sehr ähnlich in ihrer Art. Beide Männer sehen, für viele Menschen, überdurchschnittlich schön aus. Beide sind hochintelligent und haben im Übrigen ähnliche Augen und einen ähnlichen Blick. Ihre Tötungsarten sind extrem. Während Bundy, als gespieltes Opfer, die Frauen in sein Auto lockt und sie dann umbringt, vergewaltigt, foltert und ihnen sonst alle möglichen Gräueltaten antut, legt es Unterweger darauf an, seine Opfer, oft beim Sex, zu quälen. Fast alle hat er mit ihren eigenen BH’s erdrosselt.

Bundy wird von Presse und Hunderten Frauen verteidigt. Sie haben den Falschen, eindeutig. Ein so charismatischer und intelligenter Mann würde das nie machen. Unterweger wird der erste Mord nachgesehen, nachdem er abgesessen ist, alla „kann ja mal vorkommen“. Das Doppelleben, dass er danach führt, ist wie eine Verhöhnung an sein erstes Opfer. Offenbar muss es die Leute aber reizen mit einem Mörder zu reden. Während er hofiert wird, bringt er weitere Frauen um.

Der Kopf der Manson Family, hat im Gefängnis ein Buch geschrieben. Eine Art Bibel. Sie ist immer noch im Umlauf und enthält haarsträubende Dinge.

Wenn ein Mann oder eine Frau schön aussieht, dann kann er/ sie kein SerienmörderIn sein. Aber wie sehen SerienmörderInnen aus? Hier scheitert man, denn ein Serienmörder ist kein grünes Monster, sondern wie Bundy schon sagte: “ wir Serienkiller sind eure Söhne, wir sind eure Männer, wir sind überall“.

Die Schönheit, die Klugheit und die Dominanz einiger SerienmörderInnen machen viele Menschen schwach. Sie fühlen sich angezogen von dieser Art, die sie selbst nicht kennen und einige verlieben sich in sie.

 

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2 Gedanken zu “Serienmörder und ihre Fans

  1. Ich denke, die Frage ist auch, was das für Frauen/Männer sind, die sich in Gewaltverbrecher und Mörder verlieben?
    Ich denke, dass sie vielleicht selbst sehr dunkle Gedanken haben und sich vom Bösen angezogen fühlen. Vielleicht haben sie in ihrer Kindheit Schreckliches erlebt und verfallen einem Typ Mensch, der sie an ihre Vergangenheit erinnert. Oder sie denken, dass sie selbst der Schlüssel sind um den Psychopathen zu ändern. Dass er nur durch sie ein besserer Mensch wird und sie deshalb zusammengehören. Denn eigentlich ist er nicht böse, sondern braucht nur die richtige helfende Hand…

    Aber du hast wohl Recht damit, dass die Verbrecher als überdurchschnittlich attraktiv gelten und eine charismatische Art haben, mit der sie Menschen manipulieren können. Doch trotzdem muss auf der anderen Seite eine gewisse Neigung sein.

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    1. Hallo liebe Saeski,
      ja ich denke, dass das vielleicht eine Gretchenfrage sein könnte. Was kann mir ein solch gewalttätiger Mensch geben, dass ich mich so angezogen fühle? Bekanntheitsgrad? Sexappeal? Sicherheit?
      Diese Frage finde ich an sich schon sehr interessant, weil sie wahrscheinlich viel mehr enthält als man sich vorstellen kann. Ich denke, dass Serienmörder eine gewisse animalistisch- aggressive und dominante Männlichkeit ausstrahlen und das wird bei gewissen Frauen sicher die Vorstellung vom starken Beschützer auslösen, der ihnen Struktur und Sicherheit gibt. Denke, dass es viele Frauen gibt, die sich diese irgendwie romantische Szene gerne rein interpretieren/ phantasieren. Und diesen Mutter- Theresa- Wiederbekehrungswunsch werden sicher auch viele haben.
      Ziemlich kompliziert aber auch interessantes Thema,
      Lg

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