#LoveWinsAlways! Ein Kommentar zum Orlando Massaker

Erst wenige Tage ist es her, seit in Orlando mindestens fünfzig Menschen ihr Leben auf grausame Art verloren haben. Ermordet durch einen jungen, fanatischen IS- Sympathisanten. Weil sie schwul, lesbisch, transsexuell waren, hatte der junge IS Sympathisant einen Hass auf sie entwickelt. Seine Ex Frau erzählte den Medien später, dass er ständig über Schwule schimpfte und vom IS als Mitglied anerkannt wurde.

Homosexuelle Menschen werden sie in vielen Teilen der Welt auch im Jahr 2016 verfolgt, verhaftet, gefoltert oder getötet. In vielen Staaten steht Homosexualität sogar unter Strafe. So zum Beispiel in den Arabischen Emiraten. In anderen Ländern gibt man sich sozialer und empathisch, verbietet aber das Öffentliche Küssen zweier gleichgeschlechtlichen Menschen. Schutz der Kinder. Als wäre es eine Krankheit. Als wäre es eine Krankheit zu lieben. Das Attentat in Orlando ist nur die Spitze eines Eisberges an Gewalt, die sich gegen LGBTQ richtet und in seinem Ausmaß erschreckend ist.

In verschiedenen religiösen Foren und Seiten häuft sich nun die Erleichterung, dass es dieses mal zumindest keine Unschuldigen getroffen hat, in Russland wurde ein schwules Paar verhaftet, da sie vor der US- Botschaft in Moskau ein Schild mit der Aufschrift „Liebe siegt“ ablegen und somit den Opfern gedenken wollten.

„Diese ständigen Anschläge im Namen des Islam machen mich krank, aber dieses Mal traf es wenigstens keine Unschuldigen.“

„Der Koran erwähnt Homosexuelle und sagt klar und deutlich: Sie begehen eine Todsünde. Also, was soll’s? Warum soll ich trauern?“

„Ich möchte dem Attentäter gratulieren. Daumen hoch für den Mann! Er hat ein paar von diesen schmutzigen Typen erledigt.“

(Tagesschau.de „Warum soll ich trauern?“)

All diese Reaktionen, machen mich weder stutzig, noch verwundern sie mich in sonst einer Form. Es wundert mich nicht, dass solch zynisch- verächtliche Sätze über diese armen Menschen gefällt wurde und es wundert mich auch nicht, dass ein Pärchen beim Gedenken festgenommen wurde weil ich mich ernsthaft frage,

wie weit geht unser Mitgefühl und unsere Toleranz wirklich, wenn es um Akzeptanz von nicht- heterosexuellen Menschen geht?

Ernsthaft jetzt, wie weit geht unsere Toleranz? Sie geht vielleicht bis hin in ein nettes Interview um eine schöne und gute Figur zu machen, aber geht sie auch soweit, dass wir unsere Kinder akzeptiere und gleich lieben können, wenn sie selbst nicht heterosexuell sind? Leider glaube ich das nicht. Jedenfalls nicht bei allen Menschen.

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Homosexuelle Paare müssen auch heute noch um ihre Sicherheit fürchten. Ist das etwa normal? Quelle: janeb13/ Pixabay CC0

Der Mensch ist doch so: „solange es mich nicht betrifft, von mir aus“ und von daher empfinde ich weder Wunder noch Wut über solche Aussagen und Situationen, die in Verbindung mit Orlando entstanden sind. Ich empfinde einfach nur Trauer. Trauer, dass es einen solch großen Spielraum gibt, der den Menschen Raum gibt, ihren Hass auszuleben, traurig, dass von den hohen PolitikerInnen, angst und Ablehnung, Zorn und Ekel geschürt wird und Trauer, weil doch so viele junge Menschen, immer noch in einer solchen Angst leben müssen.

Ich sehe eine Welt, die voll von Technologie, Möglichkeiten und Moderne ist, die sich mit Begriffen, wie „Globalisierung“ schmückt, die bei jedem kleinen CO2 Ausstoß, den sie verringern können, eine große erfreuliche Kundgebung machen müssen, obwohl wir fast gänzlich ohne schädlicher Energie auskommen könnten und eine Welt, die sich zwar im Haben und Können weiterentwickelt, nicht aber in Liebe und Träumen.

Eine Welt, die nur auf Profit bedacht ist und auf Maximierung, egal um was es sich handelt und die dabei ihre Seele, vollkommen aushaucht.

 

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#LoveWins Always! Quelle: 936233/ Pixabay CC0

 

Auch in der amerikanischen Politik fürchten Homosexuelle Ausgrenzungen. Wie stark, verdeutlicht ein Interview. Anbei ein Interview des Starmoderators Anderson Cooper, der selbst Homosexuell ist, mit Pam Bondi, Konservative über das Orlando Massaker. Das Interview zeigt wie viel negativen Einfluss Menschen durch eine solch intolerante Einstellung, wie die von Bondi, bekommen können. Cooper wird in den Medien für dieses Interview gefeiert, während sich Bondi verzweifelt versucht heraus zureden.

Dieser schlimme Vorfall in Orlando, ist für die Amerikaner dieses Mal nicht einfach wieder ein tagtäglicher Amoklauf, sondern ein Zeichen für einen fast gänzlich überwunden geglaubten Hass gegen nicht heterosexuelle Menschen.

Aber der Hass ist nicht überwunden, er erblüht gerade wieder und wird sich wieder inmitten unserer Gesellschaft einnisten, wenn wir ihn nicht stoppen.

Nur, wie stoppen wir so viel Hass?

Ganz einfach. 

Mit Liebe!

Denn #LoveWinsAlways!

Beitragsbild: Pixabay CC0

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