Tierschutz in Südtirol: helfende Hände für unsre tierischen Freunde

Bevor ich den Beitrag beginne, möchte ich ein Zitat von Mahatma Gandhi zeigen, dass wohl das Wahrste ist, dass je gesagt wurde. Es sind diese Leute, die unsere Nation stärken, es sind diejenigen die ihre ganze Energie für unsere verwundbarsten Geschöpfe verwenden, wohl wissend, dass sie zwar rein finanziell keinen Vorteil daraus ziehen werden aber seelisch und menschlich: Die Tierschützer*innen.

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.

(Mahatma Gandhi)

Tierschutz ist in Südtirol ein Thema das immer wieder unter geht. Viele Menschen nehmen Anteil am Leiden und Wohlfühlen, der kleinen und großen Geschöpfe, liken und teilen aber einige gehen weiter und setzen sich mit Leib und Seele für die Tiere in Südtirol und auch außerhalb ein. Von solchen Menschen und von der Möglichkeit mitzumachen, handelt dieser Beitrag.

Tierschutz in Südtirol: Geschichte und offizielle Seite

Tierschutz und Respekt vor dem Tier, ist leider nicht so üblich wie es sein sollte und auch Südtirol brauchte lange Zeit, bevor es die ersten Schritte zum Wohle der Tiere einleitete. So reichte der heutige Ex- Senator Dr. Oskar Peterlini 1986 den ersten Entwurf des Tierschutzgesetzes im Land ein und bewies damit, dass Tierschutz auch in die Politik gehört. Der Entwurf wurde genehmigt, ein Gesetzesartikel wurde erlassen. Es war einer der ersten italienweit und die Reaktionen und Ehrungen die Peterlini dafür aus aller Welt, z.B. aus Indien, bekam, gaben ihm und vielen Tierfreunden recht und Mut. Tierschutz ist wichtig. Vielleicht nicht aus finanzieller oder sonstiger wirtschaftlicher Sicht. Vielleicht auch nicht karrieremäßig, denn kein Tier kann wählen oder bezahlen- aber moralisch und ethisch. Tierschutz ist eine Sache die uns alle betrifft, alt und jung, europäisch und nicht- europäisch, religiös und nicht- religiös. Mit dem Gesetz wurden erstmals ein Mindeststandard für die Tierhaltung in Südtirol erzwungen und deren nicht- Einhaltung mit Strafen versehen.

Tierpapa und Präsident des „Südtiroler Tierfreundeverein[s]“, Walter Pichler

Für das Recht der Tiere im Land und für Hilfe, kämpfen heute unzählige Südtiroler*innen, die unermüdlich, Tag und Nacht arbeiten um den Tieren zu helfen. Der Präsident des Tierschutzvereines „Südtiroler Tierfreundeverein“, Walter Pichler gehört zu diesen Menschen und auch Tabea Berger, von der ich noch erzählen darf. Walter Pichler und seine Frau, leben in einem idyllischen Ort in Südtirol und sind Vollzeiteltern, im wahrsten Sinne des Wortes. Hunde, Katzen und viele weitere Tiere, die verwundet, ausgesetzt oder nicht mehr gewollt wurden, haben bei dem Paar eine neue Familie gefunden. „Es ist viel Arbeit, aber wir machen sie sehr gerne“, sagt Walter beim Interview. Er und seine Frau pflegten auch schon misshandelte Tiere gesund, verloren leider aber auch Tiere die zu schwach waren. „Man meint man ist vorbereitet, wenn ein Tier stirbt. Trotzdem leidet man aber sehr stark“, sagt er gedankenverloren. Es ist ihm wichtig, dass die Bevölkerung weiter aufgeklärt wird, dass sie begreift, dass Tiere Lebewesen mit Gefühlen sind, dass sie lernt, wie man wirklich ein Tier „haltet“ und dass sie selbst im Tierschutz mithilft. „Wir hatten erst vor Kurzem einen Kurs indem Menschen lernten, wie sie richtig mit ihrem neuen Hund umgehen sollen. Tipps und Tricks und wichtige Informationen, und was mich sehr gefreut hat war, dass er restlos ausgebucht war“. Es sind diese kleinen Erfolge, die Tierschützer wie Pichler feiern, kleine Schritte mit großer Wirkung. Eine Beständigkeit des Tuns und eine Liebe und einen Glauben daran, wie ein kleines Geheimrezept.

Der „Südtiroler Tierfreundeverein

In Südtirol gibt es über zehn Tierschutzvereine und alleine Walters Tierschutzverein zählt

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Logo: „Südtiroler Tierfreundeverein“

über 1000 Mitglieder, von denen 67 auch aktiv und ehrenamtlich sich am Tierschutz beteiligen. „Wir freuen uns allerdings immer sehr, wenn noch mehr junge Menschen kommen und haben auch Informationen auf Facebook und unserer Webseite bereit gestellt“. Wie viele ehrenamtliche Vereine arbeitet der „Südtiroler Tierfreundeverein“ sehr viel mit Spenden. Das Geld vom Land alleine reicht leider nicht aus. „Wir müssen ja auch Arztspesen bezahlen, Futter und Verpflegung. Das kommt ganz schön in die Tasche“, so Walter. Sie freuen sich daher auch immer über Spenden. Der „Südtiroler Tierfreundeverein“ wurde in Meran 1980 von vier Personen gegründet und als „juristische Person des Privatrechts“ anerkannt. Damit konnte der Verein der gesetzlichen Tötung eines Tieres nach drei Tagen ohne neue Besitzer entgegenwirken. Alleine und zusammen mit anderen Tierliebhaber*innen stellte der Verein Großes auf die Beine. Ihre Forderungen nach einer Tierschutzpolizei wurde erfüllt, es gibt „etliche Tierpensionen und Förderbeiträge für den Tierschutz“ (30_Jahre_Tierschutz) und Sterilisationen für freilaufende Katzen. Dieses Ausmaß an Leistung wird vom Verein und von den Menschen dahinter und privat im gleichen Maße vollbracht und ist erstaunlich.

Tabeas Herz und ihr Verein „Hilfe für Tiere in Südtirol

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Tabea Berger mit einem ihrer Schützlinge (Foto : Tabea Berger)

Eine dieser jungen Menschen, die privat eine Hochleistung in Sachen Tierschutz vollbringt, ist Tabea Berger, eine junge Südtirolerin. Schon seit ihrer Kindheit liebt die junge Frau Tiere über alles und möchte so viel helfen wie sie nur kann. Und dafür geht sie weit. Sie baut ihren Stall in ein großes Gehege mit Auslauf aus, 370qm bei Tag, 70qm die Nacht. 40 Meerschweinchen, 30 Kaninchen, 1 Pferd, 1 Hamster, 5 Hunde und 7 Katzen leben bei ihr. Es ist ein Full- time- Job, den Tabea aber sehr gerne macht. Zusammen mit ihrer Mutter und der örtlichen Tierärztin Dr. Schrott, gründen sie den Verein: „Tierschutzverein ‚Hilfe für Tiere in Südtirol‘“, damit sie die hohen Kosten mit Spenden für die Tierpflege stemmen kann. Auch Tabea freut sich über Geld- und Sachspenden, denn manchmal sind sogar mehr Tiere als üblich bei ihr. „Leider verstehen viele Menschen nicht, dass man ein Tier nicht in einem kleinen Käfig sperren kann. Es würde nur still leiden und das möchte ich nicht. Lieber behalte ich ein Tierchen mehr, denn es kann sich nicht aussuchen wo es hinkommt“. Tabea macht fast die gesamte Arbeit alleine. Nur wenn sie selbst im Tabakladen arbeitet, springt ihre Mutter ein. Der Tierärztin, Dr. Schrott hilft sie auch soweit sie nur kann und ist froh, dass sie selbst auch die volle Unterstützung von ihr bekommt. Bei so vielen Tieren passiert es nämlich immer wieder, dass eines krank wird oder Schmerzen hat. „Ich möchte nur sagen, dass ich wirklich sehr froh bin, dass ich Dr. Schrott im Team habe“, sagt sie erleichtert. „Sie behandelt jedes Tier so einfühlsam und gut und ist fast immer erreichbar. Dr. Schrott ist eine große Stütze für mich“. Auf ihrer der Facebookseite ihres Vereins, den sie im Juli 2015 gegründet hat, zeigt sie immer wieder neue Fotos von ihren Tieren und folgt ihrem großen Kindheitstraum: eines Tages Tierschützerin zu werden.

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