Keine Ruh vor #Pikachu: Wo man Pokémon Go NICHT spielen sollte

Der extreme Hype um Pokémon Go hat mich nicht überrascht. Das Spiel lässt gekonnt die wirkliche Umgebung mit einer Traumwelt aus Anime und Manga verschmelzen. Wer mit Pokémon, Sailor Moon, Digimon, usw. aufgewachsen ist, kann ein Stückchen Kindheitsträume jetzt im real life erleben. Ich kann mir vorstellen, dass das sicher total cool sein muss, Pikachu endlich mal auf dem Display am Grashalm vor einem sitzen zu sehen, denn wenn ich Sailor Neptun am Display vor mir sehen würde, würde ich mich vielleicht auch freuen.

Aber es ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten. Ich meine, in gewissen Orten sollte man besser nicht Pokémon Go spielen. Gesundheit, Glück, Respekt, usw. Eine kleine Auswahl: hier unten + einige Pokémon die man dort so finden könnte.

  • Nachbarsgarten: Nachbarn sind so eine Eigenart. Eigentlich möchte man nicht wirklich von ihnen zu einem Caffé eingeladen werden, nur um sich dann die ganzen doofen Blumen anschauen zu müssen. Bei Pokémon Go ist der Nachbarsgarten allerdings ziemlich willkommen. Einmal schnell über das Gartentor reinspringen um einen Bisasam zu fangen, scheint eine praktikable Idee zu sein, allerdings ist sie das nicht: Hausfriedensbruch und so. Besser auf den Caffé warten und dann sich ins Blumenbeet stürzen.
  • Schwimmbecken: Im Schwimmbecken schwimmt man. So die allgemeine Annahme. Dass dem nicht mehr zwangsläufig so ist, bestätigt die Möglichkeit, Pokémons auch unter Wasser zu finden. Was wird sich im seichten Nass wohl verstecken? Ein Turtok? Oder doch ein Enton? Man weiß es nicht genau, allerdings munkelt man, dass man beim normalen Schwimmen auch gerne mal Geldmünzen in den tiefen des Beckens findet- und das Handy nicht zerstört.
  • Im Dunkeln: Wer weiß was man unter dem düsteren Nachthimmel so cooles fangen kann? Einen Krypuk vielleicht. Das wär ja echt cool! Dann wär das mit der allerersten Geistersichtung auch schon erledigt. Das erste Mal ist ja bekanntlich immer so ne Hürde, die es zu überwinden gilt. Blöd nur, wenn man vor lauter Pokémon fangen, dann den Bus übersieht oder sich verrent und alleine im Wald herumirrt. Das wollen wir vermeiden, es gibt so viele böse Menschen, die uns was tun wollen. Pokémon Go lassen wir definitiv für die Tagesstunden.
  • Bei der Abschlussprüfung: Es werden meistens viel Arbeit und Schweiß und Blut gefordert, bis man zum Abschluss kommt. Den kann man bewältigen indem man seine Prüfung zügig und gut ablegt, oder cooler indem man Pokémon fängt. Da wir ja von einer Prüfung reden wäre eine Fee, gekoppelt mit Gift ja ein schönes Angebot, nicht? Hier wäre Pantimimi! Niedlich, klein, rosa und sicher ein Gesprächsthema für die alte Prüfungskommission. Was aber, wenn die sich für Pokémon a) nicht interessiert oder sie b) gar nicht kennt?
  • Umkleidekabine: Die Umkleidekabine ist ein beliebter Ort um sich heimlich im Spiegel anzuschauen. Bin ich zu fett? Wie soll ich zwinkern wenn ich Ralf aus der Klasse ober mir treffe? All diese Fragen könnten nicht mehr heimlich und fast nackt beantwortet werden, wenn jemand in die Kabine rennt nur um ein Pummeluff oder Knuddelduff zu fangen. Die sind zwar drollig, aber es ist nicht wirklich cool, wenn ein Typ die eigenen Möpse auf Pokémons abscannt. Kommt dann lieber rein um nett mit uns zu sein- und das auch nur, wenn wir eure Freundin sind ^^
  • Kirche, Mosche, Synagoge oder sonstiges Gebetshaus: Zugegeben, es ist verlockend in so einem Gebäude auch mal was cooles zu tun, anstatt nur scheinheilig darin sein Gebetchen zu machen und hoffen, dass es bald vorbei ist- aber dort dann mit dem Handy nach oben wedeln, in der Hoffnung einen Altaria zu bekommen ist auch blöd. Ich meine, stellt euch das mal bitte vor. Einer spricht vorne und alle schauen nach oben mit den Handys. Irgendwie peinlich.
  • Schule und Arbeitsplatz: Der wohl verlockendste Ort um ein Pokémon zu fangen, besonders wenn es noch schwer zu erwischen ist. Aber das Chaos das man durch das Umwerfen der Tische verursachen würde, wäre halt doch viel wegräum Arbeit- besonders wenn es die Obrigkeit bemerkt. Also lieber noch ein bisschen warten bis man alleine ist und dann loslegen. Und stellt euch vor jemand spielt das nicht? Sitzt er oder sie dann alleine herum? Wär unsympathisch.
  • Friedhof: Anstatt heroisch im Ruheort von Oma Frieda DEN berühmt- beliebten und süßen Pikachu gegen sonst einem Pokemon antreten zu lassen, könnte man dort auch mal ein Blümchen vorbeibringen. Ich meine, natürlich ist es toller durch die Gegend zu springen und „Nimm das!“ zu schreien, allerdings könnte man unter Umständen vielleicht in ein Grab springen. Und wer will das denn? Ich nicht.
  • Konzentrationslager (da es dort leider eine Arena gibt, in der schon Leute Pokémon fangen wollten): Leider gibt es, sowie immer, einige uninteressierte Volltrottel, die nicht wissen was ein KZ ist, aber das muss nicht auf alle zutreffen. Und nur weil man im KZ Auschwitz eine große, tolle Pokémon Arena vorfindet, heißt es nicht, dass es respektvoll ist, genau dort Pokémon Go zu spielen! Spoiler Alarm: Deine Mitmenschen werden dich als pietätlosen, respektlosen, unerzogenen, ruhestörenden und rüpelhaften Trottel sehen, der du in diesem Falle wirklich bist!

Also, spiel Pokémon Go, aber um Himmelswillen mit Hirn und Verstand.

Beitragsbild: DigiPD/ Pixabay CC0

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