Das Tagenotizplanerfüralles Buch

Wer so ein Schreib- und Bücherfan ist wie ich, dem oder der ist sicherlich nicht entgangen, dass die „Schreiberszene“ von Digital wieder mehr zum manuellen Schreiben zurück findet. Und passend dazu haben verschiedene Firmen wie Moleskine und Leuchtturm wahnsinnig viel Auswahl an Notizbüchern und Kalendern, kariert, liniert oder auch in blanco. Bücher gibt es inzwischen für Alles und wenn man Bücher nicht so sehr mag, kann man oder frau getrost einen Filofax oder auch das gute alte Schulheft nehmen. Es gibt regelrechte Fangemeinden, welche sich für eine Marke oder ein Notizbuchtyp interessieren und verschiedene Pro-und-Kontra Listen für Filofax und Notizbücher.

Eine richtige Welt also.

Und ich bin ein Teil davon.

Mein Kalenderbüchlein ist von Paperblank, Miniversion und zeigt Monets Brücke. Mein altes Tagebuch ebenso, nur zeigt es Monets Seerosen und ist mittelgroß. Mein Notizbuch ist von Moleskine und meine Füllfeder ist eine „für Erwachsene“ von Waterman. Ich besitze grundsätzlich ziemlich übertrieben viel Schreibmaterial, welches meine Seele vor Glückseligkeit dahin schmelzen lässt.

Ich liebe es mir meine alten Tagebücher anzusehen, in welchen ich auch mal meine Familie verflucht oder in Kummer reingeweint habe.

Und ich denke, dass hier der Grund für diesen großen Schreibboom liegt.

Schreiben befreit die Seele und ordnet die Gedanken

Es ist dasselbe wie beim Singen oder beim Malen, beim Gitarre spielen oder beim Lieblingssport. Wir fühlen uns frei und zugleich kommt endlich ein bisschen Ordnung in unseren Kopf. Für meine Liebe zum Schreiben habe ich einen eigenen Beitrag schon mal verfasst, der Teil einer wirklich tollen Blogparade war und „Schreib an dich“ hieß. Da habe ich mich das erste Mal überhaupt mit meinen persönlichen Gründen fürs Schreiben befasst.

Und irgendwo sehe ich diese Gründe auch im anhaltenden Boom, der mein Studentenkonto gefährdet.

Kalendersorten: A day, a month and a year or maybe 2 years?

Der Kalender hat sich sehr stark von „früher“ auf heute entwickelt. War er früher eher trocken und hatte nur die Bildchen der Mondphasen in sich, so bestehen viele Kalender heutzutage aus: Monatskalender, Wochenkalender und hinten oft noch einen Kalender fürs nächste Jahr. Jeder Tag, eine Linie. Es gibt Familienplaner, die ich anbete und neben den Mondkalendern auch Sternzeichenkalender (für die Astrofans echt was Tolles).

Es gibt zudem noch zwei weitere neue Sorten von Kalender die sich mit den Notizbüchern überschneiden.

Der Selbstcoaching Kalender, auf dem ich heute gestoßen bin, ist ein Kalender in dem auch moralische und ethnische Ziele, so wie soziale Ziele notiert werden. Also nicht nur „Mi, 04.01.17; Einkaufen“, sondern „Glücklich sein“, „Helfen“ usw. Er zielt also besonders auf nicht- Materialistische Wünsche ab. Ich habe selbst mit dieser Kalenderform leider keine Erfahrung aber ich finde sie sehr interessant, besonders bezüglich der Beziehung zu sich selbst. Ich persönliche denke übrigens, dass man alle Kalender komplett selbst führen kann, auch ohne vorgekauftes Heft. Wer dennoch fast alles selbst machen will, aber ein leeres Heft dafür braucht und statt Wünsche und Visionen lieber „nur“ Gedanken und Bildchen ins Buch gibt, der ist mit dem Bulletjournals super beraten.

The #visionaryjournal is starting to make its holiday arrival. Have you received yours yet? Use the hashtag to share your photos.

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Das Bulletjournal ist ein Buch in dem man selbst alles erstellen muss und das man quasi leer bekommt. Hier wird ein Monatskalender eingetragen und der Wochenkalender und nebenher noch Notizen gemacht. Zu den Notizen gesellen sich noch künstlerische Versuche und nette Sprüche oder Zitate. Ich rate allen Schreibfans, sich die Fotos der Bulletbücher anzusehen, welche man auch als Filofax führen kann.

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Die Bulletjournals sind fast die Bücher, die den Zeitgeist des Schreibens am besten wiederspiegeln. Schreibe alles, schreibe künstlerisch, lass deiner Seele freien Lauf und mache dir nebenher noch eine Ordnung dabei. Bulletjournals zu führen ist jedoch sehr aufwändig, aber wer das Künstlerische liebt, der oder die sollte unbedingt damit beginnen. Es gibt diverse Anleitungen dafür, aber jeder findet schlussendlich einen eigenen Weg es zu führen.

I do it my way

Mein Paperplanks Kalenderbüchlein von 2015/ 2016 ist in den Monaten so vollgestopft, dass ich mich oft frage, wie ich diese Zeit ohne Herzinfarkt überleben konnte. Wenn ich dann allerdings in den Wochenkalender gehe, sind die Tage dort leer. Ich habe somit herausgefunden, dass ich Jahres- und Monatskalender den Wochen- und Tageskalender bevorzuge. Wahrscheinlich weil es mir gefällt immer einen großen Überblick zu haben. Auch in meinen Kalendern habe ich rein gemalt und Sprüche geschrieben- und, was echt witzig ist, lustige Sätze von meinen kleinen Verwandten notiert.

Immer stärker verschwimmen Notizbücher, Planer bzw. Kalender und Tagebücher in einem und ich vermute, dass es der Wunsch der Menschen ist, alles an einem Ort, in ihrer persönlichen Schatztruhe zu haben. Diese Schatztruhe können sie nach Jahren problemlos wieder öffnen und lachen oder staunen, was sie schon alles erlebt haben.

Ich für meinen Teil, werde nun meinen Familienplaner und mein Kalenderbüchlein aktualisieren, da ich morgen Schwimmen gehe. Ich freue mich schon darauf in 10 Jahren im Büchlein den Tag zu sehen und mich an die schönen Momente zu erinnern.

 

 

Einige Fotos meiner Tage- und Notizbücher

Beitragsbild: Unsplash /Pixabay CC0

 

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