Agenda Setting in der Bibel: die verbotenen Evangelien

Die Bibel, das wohl älteste, berühmteste und gewichtigste Buch der Welt, steckt voller Geheimnisse. Diese Geheimnisse lüften Forscher*innen nach und nach und bringen Erstaunliches ans Tageslicht. Zum Beispiel die verbotenen Evangelien. Was diese sind und welchen Einfluss sie auf die Bibel, dem Christentum und der Welt hätten, habe ich im Geo und abwechselnd Arte und ZDF Dokus gesehen. Stück für Stück hat sich eine völlig andere Wahrheit für mich eröffnet. Eine Wahrheit die mich an die Grundpfeiler meines katholischen Glaubens zweifeln lässt.

Die verbotenen Evangelien

Die verbotenen Evangelien sind in Tonkrüge gefundene Bücher und Schriften, welche Jesus in einem ganz anderen Licht dastehen lassen, als es die Bibel tut. Es sind Evangelien die versteckt wurden, damit sie nicht ihren Weg ins heilige Buch finden, voll Spott und Hohn gegenüber Priester und mit einer ganz anderen Beschreibung von Jesus.

Jesus, Maria und Josef. Oder doch: Jesus, Maria, Josef, Jakob und Thomas?

Wissenschaftlich gesehen war die Einkindfamilie zur Zeit Jesus wohl nicht üblich. Die meisten Familien waren Großfamilien und somit liegt es nah, dass Jesus‘ Familie keine Ausnahme bildete. Auch mir erschließt sich nicht, warum gerade seine Familie nur eine Einkindfamilie hätte sein sollen? Bei der hohen Sterblichkeitsrate von Kindern welche bis vor hundert Jahren noch keine Seltenheit war, wäre es schlichtweg sinnlos gewesen nur ein Kind zu bekommen. Aus den Evangelien geht hervor, dass Jesus sehr wohl Geschwister hatte: Jakob und Thomas, vermutlich Halbbrüder. Ob sie seine Jünger waren, konnte ich allerdings nirgendwo lesen.

Papi Lieber Gott: oder doch Papi Panthera?

Eindeutig geht aus den Evangelien hervor, dass Jesus‘ Vater ein römischer und junger Soldat namens Panthera war. Von ihm ist sogar das Grab erhalten, welches zufällig gefunden und ausgestellt war- ohne dem Wissen, dass Panthera in einer Weise mit Jesus zu tun haben könnte. Nun vermutet man, dass es genau dieser Panthera war, wessen Grab im Museum steht.

Ist dies wahr, so hatten Jesus und seine Mutter Maria keine leichte Zeit. Aus der Schrift geht zudem hervor, dass Josef Maria verstoßen hatte, allerdings widersprechen sich hier einige Schriften. Es kann gut sein, dass Jesus vermutlich nicht Josefs Sohn war, Jakob und Thomas jedoch sehr wohl.

Maria Magdalena, die geläuterte Prostituierte. Oder doch, Jesus‘ Frau und Mutter seiner Kinder?

Maria Magdalena ist eine Kultfigur der Bibel. Als geläuterte Prostituierte, welche von Jesus‘ offenbar vor der Steinigung gerettet wird, folgt sie ihm auf Schritt und Tritt. Sie spielt eine wichtige Rolle in der Bibel, aber offenbar wird diese Rolle ihr nicht gerecht. Verschiedene Quellen vermuten hinter der Figur der Maria Magdalena gar die Ehefrau Jesus‘, welche nicht nur Frau sondern selbst Priesterin und Mutter seiner zwei Söhne war.

Dass eine so hochheilige Figur über ein Sexualleben und über ein Bedürfnis nach Liebe und Sex verfügt, ist natürlich unvorstellbar für den heiligen Vatikan, der Jesus offenbar einfach zum glänzenden Einzelgänger mit einigen Jüngern machte. Dass Maria Magdalena seine Frau und die eigentliche Begründerin des Christentum ist, müsste dem Vatikan nicht gefallen. Und was macht man auch heutzutage aus einer unbequemen Frau? Genau, eine Prostituierte.

Allerdings gibt es eine einzige, uralte Kirche, von der nur mehr das Fundament ausgegraben wurde. Sie zeigt Jesus und Maria Magdalena als Helios und Artemis (Sonnengott und Mondgöttin), denn Quellen zufolge wurde sie als Artemis aber auch als Göttin der Fruchtbarkeit gesehen und verehrt. Maria Magdalena hat vermutlich die undankbarste Rolle in der Bibel.

Thomas, der Ungläubige. Oder doch der Genaue?

Das Thomas Evangelium ist für die Wissenschaftler eine Sensation. Es wird als das „authentischste“ der verbotenen Evangelien beschrieben. Im Gegensatz zu den anderen Evangelien gibt es so gut wie keine Beschreibung und keine Verschönerung, keine Übertreibung, nur Jesus‘ Worte. Das gesamte Evangelium besteht aus Zitaten von Jesus.

Noch etwas zeigt das Evangelium sehr gut, dass sowohl Thomas, als auch Jesus vermutlich Zeit in Indien verbrachten. Thomas erbaute eine Kirche für Jesus und auch die Namensgebung der Stadt erinnert an Thomas und Jesus lernte von den Mönchen. Wobei wir beim nächsten Punkt wären.

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Pixabay

Der, erste Judenchrist. Oder doch leicht buddhistisch geprägt?

Dies ist eine sehr interessante These. Demnach war Jesus eine zeit lang bei indischen Mönchen und lernte ihre Lebensart bevor er zurück in seine Heimat ging und sich dort von Johannes dem Täufer (seinem Cousin) taufen lies. Einige der Evangelien beschreiben Jesus‘ Predigten in einer Form, welche dem Buddhismus ähnelt. Licht spielt darin eine Rolle. Es ist einer der Punkte welche von der Kirche übernommen wurden. Interessanterweise fordert er andere Dinge in der Bibel als in den Evangelien, wo er auf ein persönliche Verbindung zu Gott appelliert, während er in der Bibel sich als das „Licht“ beschreibt. Der Tempel in welchen Jesus sich befand beinhaltete offenbar ein Textstück das von Jesus handelte. Dieser Text verschwand und wurde nie mehr gefunden. Allerdings erinnern Wandmalereien, sowie die Namensgebung an Jesus bzw. an einen Mann der Jesus sein könnte. Die Mönche im Tempel möchten sich jedoch nicht näher mit der Suche nach Evidenz für Jesus beschäftigen.

Zudem wird vermutet, dass Jesus seine Kreuzigung knapp durch starker Meditation überlebt hatte und nach Indien floh. Einige Ortsnamen lassen dies stark vermuten. Dass der Leichnam verschwand stützt zudem diese These. Vermutlich ist er nicht in Fleisch und Blut auferstanden und in den Himmel gefahren, sondern geflüchtet, mithilfe einiger Personen.

Judas, der Verräter. Oder doch Jesus liebster Jünger?

Das wohl interessanteste Evangelium ist das Judas- Evangelium. In diesem Evangelium wird Judas als Lieblingsjünger von Jesus, der von Jesus gar gebeten wird, ihn zu verraten um seine Mission auf Erden erfolgreich erfüllen zu können. Er würde gehasst aber im Himmelreich über die Anderen stehen, versprach ihm Jesus offenbar.

Wie die offizielle Judas Geschichte weitergeht, wissen wir alle, außer, dass Pontius Pilatus, nachgewiesen aufgrund von Grausamkeit am Arbeitsplatz zwangsversetzt wurde und somit sich sicherlich nicht die Hände in Unschuld wusch. Der Römer war ein Antisemit der ersten Stunde und war für seine Radikalität und seiner Grausamkeit bekannt. Hier wurden bewusst Tatsachen verfälscht. Aus Angst gefasst zu werden? Oder hatte dies andere Gründe? Man weiß es nicht.

Dieses Evangelium, sollte es authentisch sein und eventuell der Wahrheit entsprechen, könnte das Johannesevangelium in der Bibel, welches ganz zum Schluss kam, ins Wanken bringen und mit ihm die Glaubwürdigkeit der Kirche. Denn es beschreibt die Geschichte umgekehrt. Wer hat also Recht?

Agenda Setting im Namen Gottes. Oder einfache Manipulation zur Sicherung der Macht?

Was hier passierte war offenbar und nüchtern ausgedrückt eine Manipulation in Form von Agenda Setting (meine Meinung). Eigentlich ist Agenda Setting nur dafür verantwortlich was in die Zeitung kommt und mit welcher Priorität (z.B. die Schlagzeile). Der tägliche Pressespiegel im Radio befasst sich damit und nennt die Schlagzeilen der verschiedenen Zeitungen. Was in der Bibel passierte war allerdings eine andere Form von Agenda Setting. Hier ging es um bewusstes Weglassen von „Information“ und vermutlich auch um bewusste Fälschung von Informationen.

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Pixabay

Es wird immer wieder angezweifelt ob das Johannesevangelium überhaupt ein Evangelium und kein erfundener Text des Vatikans ist. Auffällig dabei ist nämlich, dass es viel strenger geschrieben ist als die anderen Evangelien. Es ist extremer und es drückt Thomas und Judas an den Rand der Gruppe. Thomas, der Ungläubige, der nicht blind alles glauben wollte, wurde fast schon zum Dummerchen degradiert. Judas zum Bösewichten. Jeder Held braucht einen Bösewicht der ihn in ein noch besseres Licht rückt. Es stellt sich also ernsthaft die Frage, inwiefern das Johannesevangelium den Tatsachen, wenn man hier dieses Wort überhaupt verwenden kann, entspricht.

Wären die verbotenen Evangelien in die Bibel gekommen, wäre die Gestalt Jesus eine völlig andere: Er wäre ein Familienvater wie tausend andere Männer und hätte somit eine Form von Sexualität und Natürlichkeit. Die Kirche gäbe es nicht, da jede/r vermutlich selbst das Gespräch zu Gott suchen sollte. Offenbar machte sich Jesus über die Priester lustig und wenn man den Evangelien Glauben schenken möchte, so war seine Kommunikation zu Gott ähnlich eines Channelings, welches heutzutage von vielen medial begabten Menschen durchgeführt wird. Somit wäre er ein Medium gewesen. Er wäre kein Einzelkind, hätte seinen eigenen Mord geplant, da er wusste was mit Aufsässigen passierte. Er hätte mindestens zwei jüngere Halbbrüder und vor allem: Er wäre nicht Gottes Sohn, sondern ein Sohn der zu jener Zeit größten Feinde der Juden. Er wäre Halbrömer.

Damit wäre das Christentum vermutlich nicht weit gekommen. Keim Mensch betet einen normalen Familienvater an, kein Mensch glaubt einfach an das eines normalen und lauten Prediger und kein Mensch hätte ein uneheliches Kind angebetet, welches vermutlich wie viele anderen Juden zu dieser Zeit war: ein halbrömischer Wanderprediger.

 

Videos auf Youtube

Geheimnisse der Kirche: War Jesus verheiratet?

Das Bibelrätsel

GEO

GEO Nr. 04/16 – Was die Bibel verschweigt: Der andere Jesus. Und die verborgenen Seiten des Christentums

 

Beitragsbild: radiovocesdeamoryvida / Pixabay CC0

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2 Gedanken zu “Agenda Setting in der Bibel: die verbotenen Evangelien

    1. Hallo liebe Saminana 🙂 ich finde das Thema auch wirklich spannend und gut beschrieben in der GEO. Die Bibel interessiert mich sehr, aber wissenschaftlich. Gab es diese Leute überhaupt? Wer schrieb den eigentlich wirklich diese Evangelien? usw. Sehr spannendes Thema! Danke dir für deine Gedanken und Lg 🙂

      Gefällt 1 Person

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